Veröffentlicht am

OLG Schleswig, 06.03.2014, 16 U 95/13

Private Unfallversicherung

Minderung der Invaliditätsleistung nach AUB 2005 wegen einer Vorschädigung

Zusammenfassung erstellt am: 26.05.2014

Haben Krankheiten oder Gebrechen bei der durch ein Unfallereignis verursachten Gesundheitsschädigung oder deren Folgen mitgewirkt, mindert sich nach Nr. 3 AUB 2005 im Falle einer Invalidität der Prozentsatz des Invaliditätsgrades entsprechend dem Anteil der Krankheit oder des Gebrechens. In der Unfallversicherung rechtfertigt eine vorbestehende Spinalkanalstenose, die an der Ausprägung des Gesundheitsschadens nach einem Sturz auf den Rücken erheblich mitgewirkt hat, eine Minderung der Invaliditätsleistung nach dieser Bestimmung. Dies gilt auch dann, wenn sie zuvor keine Beschwerden bereitet hat. Sie ist als ein Gebrechen im Sinne der Bedingungen anzusehen. Ein durchschnittlicher Versicherungsnehmer wird annehmen, dass ein Gebrechen vorliegt, wenn es der bei ihm vorliegenden Konstitution an der für einen gesunden Körper medizinisch vorausgesetzten Normalität gebricht, es ihm an dieser Normalität also in bestimmter Hinsicht fehlt oder sein Körperzustand von dieser Normalität abweicht.

Urteil des OLG Schleswig vom 06.03.2014, Az.: 16 U 95/13

 

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.