Veröffentlicht am

Opernchoraushilfe nicht sozialversicherungspflichtig
LSG Hessen, 15.12.2016, L 8 KR 386/14

Es besteht keine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung, der sozialen Pflegeversicherung sowie nach dem Recht der Arbeitsförderung für die Tätigkeit eines Sängers als Opernchoraushilfe, der für einen Auftritt nur zweimalig engagiert wurde. Das Üben und Proben findet bei festangestellten Opernchorsängern in Form von regelmäßigen Chorsaalproben unter der Weisungsgebundenheit der künstlerischen Leitung statt, während es dem als Aushilfe einmalig einspringenden Chorsänger obliegt, sich eigenverantwortlich zuhause oder in Form von Gesangsunterricht die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten anzueignen, um den von ihm geschuldeten Beitrag zur künstlerischen Gesamtleistung des Chores eigenständig erbringen zu können. Damit ist er nicht einem abhängig Beschäftigten gleichzusetzen.