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Urteil LAG Rheinland-Pfalz, 01.09.2016, 5 Sa 139/16

Die Arbeitnehmerin muss der Arbeitgeberin alles herausgeben, was sie zur Ausführung der ihr übertragenen Arbeit erhalten und erlangt hat, wozu auch Kunden-, Lieferanten- und Unternehmensdaten gehören. Soweit die Arbeitnehmerin keinem nachvertraglichen Wettbewerbsverbot unterliegt, darf sie nach ihrem Ausscheiden aus dem Gedächtnis erinnerte Informationen aus ihrer Beschäftigungszeit auch für ein Konkurrenzunternehmen unbeschränkt verwenden. Sie darf im Sinne des § 17 Abs. 2 Nr. 2 UWG jedoch nicht auf schriftliche oder elektronisch gespeicherte Unterlagen zurückgreifen, die ein Geschäftsgeheimnis enthalten, das sie während der Beschäftigungszeit (auch) in befugter Art und Weise erhalten hat.